Hinter dem Wasserfall
Elfen-Trilogie von Oliver Jungjohann

Leseprobe Band 2

Herausgeber und Copyright: © 2016 by Oliver Jungjohann, Bochum. Alle Rechte vorbehalten.
Das Geheimnis der Night Sky
Die Wasserfall-Trilogie Band II
9 Was ist mit Paulina?
Den   nächsten   Tag   begannen   sie   mit   dem Ausmisten   der   Ställe.   Paulina   war   nicht   dabei,   sie   hatte Finja   noch   am Abend   angerufen   und   abgesagt,   weil   sie   von   ihrem   Vater   Stress   bekommen   hatte. Es   stank   ihm   zu   sehr,   wie   Paulina   traurig   erzählte.   Finja   berichtete   das   ihren   Freundinnen   im Stall,   und   alle   waren   entsetzt   über   so   eine   Gemeinheit   von   Paulinas   Vater,   der   ja   wusste,   wie gerne   seine   Tochter   bei   den   Pferden   war.   Wütend   haute   Leonie   die   große   Mistgabel   ins   Stroh. »Was     soll     sowas?     Natürlich     stinkt     das,     aber     wofür     gibt’s     schließlich     Dusche     und Waschmaschine?!« »Echt   gemein!   Der   will   Paulina   bestimmt   nur   extra   weh   tun«,   sagte   Lena   und   verteilte   das frische Stroh in der gereinigten Box. »Kommt sie dann gar nicht heute?«, fragte Samira. »Nein, sie hat gesagt, dass sie heute gar nicht mehr zu uns darf«, antwortete Finja. »Boh, was sind das für Eltern!«, schimpfte Leonie fassungslos. »Vielleicht   will   der   nicht,   dass   Paulina   mit   uns   viel   Kontakt   hat,   weil   der   vielleicht   befürchtet, dass sie von ihren Problemen erzählt«, vermutete Finja. »Das könnte sein.« Die   Kinder   machten   die   Boxen   fertig.   Finja   und   Lena   holten   Nelli   und   Tommy   von   der   Weide, während   Samira   und   Leonie   den   Parcours   aufbauten.   Nachdem   die   Pferde   geputzt   und   mit Trense   und   Sattel   vorbereitet   waren,   kam   für   Samira   und   Lena   endlich   der   Moment,   zum   ersten Mal zu reiten, wobei Finja das Pferd mit dem Führstrick leitete. Mit   viel   Spaß   verbrachten   sie   den   Vormittag   auf   dem   Reitplatz,   probierten   verschiedene   Sachen aus,    übten    die    Geschicklichkeit    und    legten    sich    darauf    fest,    in    den    nächsten    Osterferien gemeinsam die Reitertage zu verbringen. Als    sie    am    Mittag    ihren    Pferdehoftag    beendet    hatten    und    von    der    Bank    aus    am    Reitplatz zusahen,   wie   die   Geräte   für   das   Kinderturnier   aufgebaut   wurden,   meldete   sich Aaron   auf   Finjas Handy,   dass   er   mit   seinen   Freunden   Sam,   Kalle   und   Barti   erst   zum   Kinoabend   kommen   würde, weil sie am Nachmittag mit den Skateboards unterwegs wären. »Hey,   dann   haben   wir   das   Baumhaus   heute   erstmal   für   uns!«,   jubelte   Leonie,   die   gerade   ein Käsebrötchen   kaute.   Für   die   Mittagspause   hatten   sie   sich   wieder   belegte   Brötchen   mitgebracht, dazu Tomaten, Gurken und Salzcracker. »Finja, was ist jetzt mit dem Heizgerät? Hast du was rausgefunden?«, fragte Samira. »Ja,   da   gibt’s   so   ein   Teil   für   den   Campingbedarf.   Kostet   fünfzig.   Papa   fährt   mit   dem   Auto   heute zu einem Campingladen und bringt uns das vorbei.« »Cool! Zeigt er auch, wie das geht?« »Klar, er schließt uns das auch an. Da ist ja auch ’ne Gasflasche dabei.« »Waaas? Wir müssen eine Gasflasche im Baumhaus haben?«, rief Lena entsetzt. »Mal    keine    Panik.    Solange    da    keiner    dran    rumbastelt,    ist    das    sicher,    hat    Papa    gesagt.    Da gewöhnen   wir   uns   schon   dran.   Mit   ’ner   Kerze   und   dem   Petroleumzeugs   in   den   Laternen   könnte schließlich auch was passieren. Theoretisch!« Die   Mädchen   machten   sich   nach   der   Pause   auf   den   Weg.   Finjas   Mutter   öffnete   den   Kindern   und verzog grinsend das Gesicht. »Mein lieber Schwan!«, sagte sie gequält. »Naaa,   Mama,   richtig   gutes   Aroma,   was?«,   antwortete   Finja,   wedelte   mit   ihren   langen   Haaren und kam ihrer Mutter ganz nah. »Das ist ja noch schlimmer als gestern! Woran liegt das?« »Das   kommt   bestimmt   davon,   dass   wir   die   Ställe   heute   ausgemistet   und   gefegt   haben.   Der Staub   hängt   überall   drin«,   erklärte   Finja.   Dann   holte   ihre   Mutter   einen   Stapel   Handtücher,   die Kinder   gingen   rauf   zum   Bad.   Ein   Gerangel   entstand,   wer   zuerst   duschen   dürfte,   bis   sie   auf   die Idee   kamen,   jeweils   zu   zweit   in   die   Dusche   zu   gehen.   Finja   und   Leonie   gingen   zuerst,   die   beiden anderen setzten sich nebenan in Finjas Zimmer. »Baaah,    deine    Haare    stinken    wie    ein    Pumakäfig!«,    hörte    man    Leonie    rufen,    als    sie    sich gegenseitig wuschen. »Und du riechst wie ein riesiges Katzenklo!«, verteidigte sich Finja. »Pumapisse!!« »Katzenwurst!!« Das laute Gekicher und Gequieke schallte ins Nachbarzimmer. »Was ist denn da los?«, fragte Lena mit großen Augen. »Schaumparty   im   Zoo«,   meinte   Samira   kopfschüttelnd   und   legte   eine   CD   in   Finjas   Player.   Die Mädchen   wechselten   sich   nach   einiger   Zeit   ab   und   waren   froh,   dass   sie   für   den   restlichen   Tag andere    Kleidung    mitgebracht    hatten.   Als    sie    fertig    umgezogen    waren,    gingen    sie    mit    zwei Wolldecken    und    Knabbersachen    ausgestattet    zum    Baumhaus.    Finja    zog    den    Vorhang    vom Fenster   weg   und   stieg   mit   Leonie   in   die   Hängematte,   die   diagonal   so   angebracht   war,   dass   sich Lena    und    Samira    problemlos    auf    die    gepolsterte    Bank    am    Fenster    setzen    konnten.    Jede Zweiergruppe    kuschelte    sich    in    eine    Wolldecke.    Es    war    ziemlich    kühl    in    dem    Raum,    eine Heizmöglichkeit würde jetzt für die Zeit bis zum nächsten Sommer dringend nötig werden. […Ende des Auszugs aus Kapitel 9]  Auszug aus Kapitel 19 (”Wind und Liebe”)  Auszug aus Kapitel 24 (”Katastrophe”)
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Leseprobe Band 2

9 Was ist mit Paulina?
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Das Geheimnis der Night Sky
Die Wasserfall-Trilogie Band II
Den    nächsten    Tag    begannen    sie    mit    dem   Ausmisten    der Ställe.    Paulina    war    nicht    dabei,    sie    hatte    Finja    noch    am Abend   angerufen   und   abgesagt,   weil   sie   von   ihrem   Vater Stress   bekommen   hatte.   Es   stank   ihm   zu   sehr,   wie   Paulina traurig   erzählte.   Finja   berichtete   das   ihren   Freundinnen   im Stall,   und   alle   waren   entsetzt   über   so   eine   Gemeinheit   von Paulinas   Vater,   der   ja   wusste,   wie   gerne   seine   Tochter   bei den   Pferden   war.   Wütend   haute   Leonie   die   große   Mistgabel ins   Stroh.   »Was   soll   sowas?   Natürlich   stinkt   das,   aber   wofür gibt’s schließlich Dusche und Waschmaschine?!« »Echt    gemein!    Der    will    Paulina    bestimmt    nur    extra    weh tun«,    sagte    Lena    und    verteilte    das    frische    Stroh    in    der gereinigten Box. »Kommt sie dann gar nicht heute?«, fragte Samira. »Nein,   sie   hat   gesagt,   dass   sie   heute   gar   nicht   mehr   zu   uns darf«, antwortete Finja. »Boh,     was     sind     das     für     Eltern!«,     schimpfte     Leonie fassungslos. »Vielleicht   will   der   nicht,   dass   Paulina   mit   uns   viel   Kontakt hat,    weil    der    vielleicht    befürchtet,    dass    sie    von    ihren Problemen erzählt«, vermutete Finja. »Das könnte sein.« Die   Kinder   machten   die   Boxen   fertig.   Finja   und   Lena   holten Nelli    und    Tommy    von    der    Weide,    während    Samira    und Leonie     den     Parcours     aufbauten.     Nachdem     die     Pferde geputzt   und   mit   Trense   und   Sattel   vorbereitet   waren,   kam für   Samira   und   Lena   endlich   der   Moment,   zum   ersten   Mal zu reiten, wobei Finja das Pferd mit dem Führstrick leitete. Mit    viel    Spaß    verbrachten    sie    den    Vormittag    auf    dem Reitplatz,    probierten    verschiedene    Sachen    aus,    übten    die Geschicklichkeit     und     legten     sich     darauf     fest,     in     den nächsten      Osterferien      gemeinsam      die      Reitertage      zu verbringen. Als   sie   am   Mittag   ihren   Pferdehoftag   beendet   hatten   und von   der   Bank   aus   am   Reitplatz   zusahen,   wie   die   Geräte   für das   Kinderturnier   aufgebaut   wurden,   meldete   sich   Aaron auf   Finjas   Handy,   dass   er   mit   seinen   Freunden   Sam,   Kalle und   Barti   erst   zum   Kinoabend   kommen   würde,   weil   sie   am Nachmittag mit den Skateboards unterwegs wären. »Hey,    dann    haben    wir    das    Baumhaus    heute    erstmal    für uns!«,   jubelte   Leonie,   die   gerade   ein   Käsebrötchen   kaute. Für     die     Mittagspause     hatten     sie     sich     wieder     belegte Brötchen      mitgebracht,      dazu      Tomaten,      Gurken      und Salzcracker. »Finja,    was    ist    jetzt    mit    dem    Heizgerät?    Hast    du    was rausgefunden?«, fragte Samira. »Ja,    da    gibt’s    so    ein    Teil    für    den    Campingbedarf.    Kostet fünfzig.     Papa     fährt     mit     dem     Auto     heute     zu     einem Campingladen und bringt uns das vorbei.« »Cool! Zeigt er auch, wie das geht?« »Klar,    er    schließt    uns    das    auch    an.    Da    ist    ja    auch    ’ne Gasflasche dabei.« »Waaas?     Wir     müssen     eine     Gasflasche     im     Baumhaus haben?«, rief Lena entsetzt. »Mal   keine   Panik.   Solange   da   keiner   dran   rumbastelt,   ist   das sicher,   hat   Papa   gesagt.   Da   gewöhnen   wir   uns   schon   dran. Mit   ’ner   Kerze   und   dem   Petroleumzeugs   in   den   Laternen könnte schließlich auch was passieren. Theoretisch!« Die   Mädchen   machten   sich   nach   der   Pause   auf   den   Weg. Finjas   Mutter   öffnete   den   Kindern   und   verzog   grinsend   das Gesicht. »Mein lieber Schwan!«, sagte sie gequält. »Naaa,   Mama,   richtig   gutes Aroma,   was?«,   antwortete   Finja, wedelte    mit    ihren    langen    Haaren    und    kam    ihrer    Mutter ganz nah. »Das ist ja noch schlimmer als gestern! Woran liegt das?« »Das    kommt    bestimmt    davon,    dass    wir    die    Ställe    heute ausgemistet    und    gefegt    haben.    Der    Staub    hängt    überall drin«,   erklärte   Finja.   Dann   holte   ihre   Mutter   einen   Stapel Handtücher,   die   Kinder   gingen   rauf   zum   Bad.   Ein   Gerangel entstand,   wer   zuerst   duschen   dürfte,   bis   sie   auf   die   Idee kamen,   jeweils   zu   zweit   in   die   Dusche   zu   gehen.   Finja   und Leonie    gingen    zuerst,    die    beiden    anderen    setzten    sich nebenan in Finjas Zimmer. »Baaah,    deine    Haare    stinken    wie    ein    Pumakäfig!«,    hörte man Leonie rufen, als sie sich gegenseitig wuschen. »Und   du   riechst   wie   ein   riesiges   Katzenklo!«,   verteidigte sich Finja. »Pumapisse!!« »Katzenwurst!!« Das       laute       Gekicher       und       Gequieke       schallte       ins Nachbarzimmer. »Was ist denn da los?«, fragte Lena mit großen Augen. »Schaumparty   im   Zoo«,   meinte   Samira   kopfschüttelnd   und legte   eine   CD   in   Finjas   Player.   Die   Mädchen   wechselten   sich nach    einiger    Zeit    ab    und    waren    froh,    dass    sie    für    den restlichen   Tag   andere   Kleidung   mitgebracht   hatten.   Als   sie fertig   umgezogen   waren,   gingen   sie   mit   zwei   Wolldecken und   Knabbersachen   ausgestattet   zum   Baumhaus.   Finja   zog den   Vorhang   vom   Fenster   weg   und   stieg   mit   Leonie   in   die Hängematte,   die   diagonal   so   angebracht   war,   dass   sich   Lena und   Samira   problemlos   auf   die   gepolsterte   Bank   am   Fenster setzen   konnten.   Jede   Zweiergruppe   kuschelte   sich   in   eine Wolldecke.    Es    war    ziemlich    kühl    in    dem    Raum,    eine Heizmöglichkeit   würde   jetzt   für   die   Zeit   bis   zum   nächsten Sommer dringend nötig werden. […Ende des Auszugs aus Kapitel 9]  Auszug aus Kapitel 19 (”Wind und Liebe”)  Auszug aus Kapitel 24 (”Katastrophe”)
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