Hinter dem Wasserfall
Elfen-Trilogie von Oliver Jungjohann

Leseprobe Band 2

Herausgeber und Copyright: © 2016 by Oliver Jungjohann, Bochum. Alle Rechte vorbehalten.
Das Geheimnis der Night Sky
Die Wasserfall-Trilogie Band II
24 Katastrophe
Das   Restlicht   der   beleuchteten   Touristenroute   war   ziemlich   schnell   hinter   ihnen   verschwunden. Die    Lichtkegel    ihrer    Stirnlampen    reichten    Finja    und    Aaron    nicht    mehr    aus,    um    mögliche Abzweigungen   oder   wichtige   Veränderungen   im   Gang   gut   genug   zu   sehen,   und   so   hatte   Finja auch   beide   Taschenlampen   herausgeholt.   Der   Pfad   führte   weiter   nach   unten   und   verengte   sich so   sehr,   dass   die   beiden   immer   wieder   mit   ihren   Schultern   und   Helmen   an   Steinkanten   stießen. Sie    kamen    jetzt    nur    mühsam    voran,    mussten    über    große    Felsbrocken    klettern,    Spalten überwinden   und   liefen   einige   Male   in   Sackgassen,   weil   der   eigentliche   Höhlengang   nicht   immer eindeutig zu erkennen war. »Ganz schöne Plackerei«, ächzte Aaron. Finja    kletterte    eine    ziemlich    steile,    glatte    Felsfläche    hinauf.    Sie    antwortete:    »Ja,    ist    echt anstrengend. Hoffentlich ist es nicht mehr weit bis zum...« Finjas   Fuß   rutschte   plötzlich   weg.   Sie   klatschte   mit   dem   Bauch   auf   die   Steinplatte   und   sauste   die zwei Meter, die sie geschafft hatte, hinab. »Finja! Ist dir was passiert?«, rief Aaron erschrocken. Nach   einer   Schrecksekunde   stand   Finja   auf   und   besah   sich   ihre   Hände   und   Knie.   »Nee,   Glück gehabt! Hab mir nur die Hände etwas geratscht und die Knie gestoßen.« »Wenn   du   nach   hinten   weggekippt   wärst...«,   sagte Aaron   mit   Blick   auf   die   scharfkantigen   Felsen hinter ihr. »Ja,   das   wäre   nicht   so   lecker   gewesen.   Komm,   weiter«,   antwortete   Finja.   Vom   Schreck   waren ihre   Knie   noch   ziemlich   weich,   auch   ihre   Hände   zitterten   etwas.   Ihr   war   klar,   dass   es   ganz anders   hätte   ausgehen   können.   Jetzt   suchte   sie   sich   einen   anderen   Weg   um   die   Felsplatte   herum, um   lieber   dort   in   einem   Spalt   hinaufzuklettern.   Das   gelang   ihr   ohne   Schwierigkeiten,   Aaron folgte ihr. Nach   einigen   weiteren   Minuten   anstrengender   Kletterei   schimmerte   plötzlich   vor   ihnen   eine Wasserfläche   in   einer   geräumigen   Halle.   Es   war   genau   der   See,   den   sie   durchtauchen   müssten, um zu dem Lavateil zu gelangen. »Gespenstisch,    wenn    der    nicht    beleuchtet    ist«,    sagte    Finja    und    ließ    den    Lichtkegel    ihrer Taschenlampe am Ufer des schwarzen Sees entlangwandern. »Richtig unheimlich«, antwortete Aaron leise und schauderte. »Leuchte mal auf die Karte«, bat Finja und holte sie heraus. Aaron   beleuchtete   das   Papier,   während   Finja   die   Lage   des   Sees,   des   Höhlengangs   und   der Wände verglich. »Wir müssten schräg nach vorne rechts durchtauchen, so ist das hier eingezeichnet«, sagte sie. »Vergleichen   wir   das   mal   mit   der   Höhlenkarte   von   den   Tauchern.   Ich   finde,   man   kann   auf   der Papierkarte   nicht   genau   sehen,   wie   das   weitergeht«,   antwortete   Aaron   und   holte   das   gebastelte Betrachtergerät   heraus,   in   das   schon   das   richtige   Dia   mit   der   Höhlenkarte   eingesteckt   war.   Er schaltete es ein und sah durch die eingebaute Lupe. »Aaah!   Das   sieht   doch   gut   aus! Also...   Moment...   Da   ist   der   See.   Hier   steht   'ne   Zahl   an   der   Wand mit   so   einem   Maßpfeil.   Das   heißt   wohl,   dass   es   vier   Meter   sind,   die   wir   durchtauchen   müssen, dann sind wir auf der anderen Seite«, erklärte Aaron. »Gib   mal!«,   sagte   Finja.   Sie   nahm   das   Gerät   und   sah   es   sich   selbst   an.   »Richtig,   sind   wohl   vier Meter. Sollte gut zu schaffen sein.« »Naja, wenn wir nicht zu tief tauchen müssen«, meinte Aaron. […Ende des kleinen Auszugs aus Kapitel 24… sonst wird zuviel verraten ;-) ]
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Das   Restlicht   der   beleuchteten   Touristenroute   war   ziemlich schnell    hinter    ihnen    verschwunden.    Die    Lichtkegel    ihrer Stirnlampen   reichten   Finja   und   Aaron   nicht   mehr   aus,   um mögliche   Abzweigungen   oder   wichtige   Veränderungen   im Gang   gut   genug   zu   sehen,   und   so   hatte   Finja   auch   beide Taschenlampen   herausgeholt.   Der   Pfad   führte   weiter   nach unten   und   verengte   sich   so   sehr,   dass   die   beiden   immer wieder    mit    ihren    Schultern    und    Helmen    an    Steinkanten stießen.   Sie   kamen   jetzt   nur   mühsam   voran,   mussten   über große   Felsbrocken   klettern,   Spalten   überwinden   und   liefen einige   Male   in   Sackgassen,   weil   der   eigentliche   Höhlengang nicht immer eindeutig zu erkennen war. »Ganz schöne Plackerei«, ächzte Aaron. Finja   kletterte   eine   ziemlich   steile,   glatte   Felsfläche   hinauf. Sie   antwortete:   »Ja,   ist   echt   anstrengend.   Hoffentlich   ist   es nicht mehr weit bis zum...« Finjas    Fuß    rutschte    plötzlich    weg.    Sie    klatschte    mit    dem Bauch   auf   die   Steinplatte   und   sauste   die   zwei   Meter,   die   sie geschafft hatte, hinab. »Finja! Ist dir was passiert?«, rief Aaron erschrocken. Nach   einer   Schrecksekunde   stand   Finja   auf   und   besah   sich ihre   Hände   und   Knie.   »Nee,   Glück   gehabt!   Hab   mir   nur   die Hände etwas geratscht und die Knie gestoßen.« »Wenn   du   nach   hinten   weggekippt   wärst...«,   sagte   Aaron mit Blick auf die scharfkantigen Felsen hinter ihr. »Ja,    das    wäre    nicht    so    lecker    gewesen.    Komm,    weiter«, antwortete    Finja.    Vom    Schreck    waren    ihre    Knie    noch ziemlich   weich,   auch   ihre   Hände   zitterten   etwas.   Ihr   war klar,    dass    es    ganz    anders    hätte    ausgehen    können.    Jetzt suchte   sie   sich   einen   anderen   Weg   um   die   Felsplatte   herum, um   lieber   dort   in   einem   Spalt   hinaufzuklettern.   Das   gelang ihr ohne Schwierigkeiten, Aaron folgte ihr. Nach    einigen    weiteren    Minuten    anstrengender    Kletterei schimmerte   plötzlich   vor   ihnen   eine   Wasserfläche   in   einer geräumigen     Halle.     Es     war     genau     der     See,     den     sie durchtauchen müssten, um zu dem Lavateil zu gelangen. »Gespenstisch,   wenn   der   nicht   beleuchtet   ist«,   sagte   Finja und   ließ   den   Lichtkegel   ihrer   Taschenlampe   am   Ufer   des schwarzen Sees entlangwandern. »Richtig      unheimlich«,      antwortete      Aaron      leise      und schauderte. »Leuchte mal auf die Karte«, bat Finja und holte sie heraus. Aaron   beleuchtete   das   Papier,   während   Finja   die   Lage   des Sees, des Höhlengangs und der Wände verglich. »Wir   müssten   schräg   nach   vorne   rechts   durchtauchen,   so   ist das hier eingezeichnet«, sagte sie. »Vergleichen    wir    das    mal    mit    der    Höhlenkarte    von    den Tauchern.   Ich   finde,   man   kann   auf   der   Papierkarte   nicht genau   sehen,   wie   das   weitergeht«,   antwortete   Aaron   und holte    das    gebastelte    Betrachtergerät    heraus,    in    das    schon das   richtige   Dia   mit   der   Höhlenkarte   eingesteckt   war.   Er schaltete es ein und sah durch die eingebaute Lupe. »Aaah!   Das   sieht   doch   gut   aus!   Also...   Moment...   Da   ist   der See.   Hier   steht   'ne   Zahl   an   der   Wand   mit   so   einem   Maßpfeil. Das     heißt     wohl,     dass     es     vier     Meter     sind,     die     wir durchtauchen    müssen,    dann    sind    wir    auf    der    anderen Seite«, erklärte Aaron. »Gib   mal!«,   sagte   Finja.   Sie   nahm   das   Gerät   und   sah   es   sich selbst    an.    »Richtig,    sind    wohl    vier    Meter.    Sollte    gut    zu schaffen sein.« »Naja,    wenn    wir    nicht    zu    tief    tauchen    müssen«,    meinte Aaron. […Ende   des   kleinen   Auszugs   aus   Kapitel   24…   sonst   wird   zuviel verraten ;-) ]
24 Katastrophe
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